Megaloh, Musa und Ghanaian Stallion sind BSMG. Black Superman Group. Brüder schaffen mehr gemeinsam. Zwei Rapper, ein Producer, ein Film.

Auf ihrem Album „Platz an der Sonne” geht es um identitäre Suche, kulturelles Erbe, Diaspora und Heimat. BSMG thematisieren auch den Alltagsrassismus in Deutschland. Vor allem aber zeigen sie systemisch auf, wo er herkommt und wie die ausbeuterischen Strukturen der Kolonialgeschichte noch heute das Weltgeschehen beeinflussen. Dem stellen BSMG eine neue Form von schwarzem Superheldentum gegenüber – irgendwo zwischen Django, Outkasts „ATLiens” und aktuellen afrikanischen Megastars wie Sarkodie oder Wizkid. Neben langjährigen Weggefährten wie Amewu, Chima Ede, Joy Denalane oder Fonz gibt es auf „Imani“ eine Hook des ugandischen Sängers Maro.

BSMG” ist in erster Linie ein musikalisches Movement”, sagt Megaloh. „Die Leute sind eingeladen, unseren Film mitzufeiern – egal ob sie afrikanische Wurzeln haben oder nicht. Wenn sie sich dann näher mit der Thematik auseinandersetzen, umso besser. Aber es ist kein Muss: Man kann auch einfach nur die Mucke feiern. Weil es einfach geile Mucke ist.”

Die Songs stehen am Ende einer langen Suche nach Antworten und etablieren ein neues Selbstverständnis afropäischer Identität. Ohne Zeigefinger, ohne Kompromisse, ohne Aber. Dafür mit überlebensgroßem Swag.

Davide Bortot, 2017